Mobilität und Migration der Langobarden

Neue Wege in der Langobardenforschung

Untersuchungen und Kartierungen von Sr- und O-Isotopen zur Herkunftsbestimmung ortsfremder Personenverbände während des frühen Mittelalters

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Das vom BMBF geförderte interdisziplinäre „Langobardenprojekt“ beschäftigt sich am Beispiel von acht Gräberfeldern aus Sachsen-Anhalt, Mähren, Österreich und Ungarn mit der Mobilität frühmittelalterlicher Personenverbände. Kern des am Institut für Anthropologie durchgeführten Teilvorhabens sind Isotopenanalysen (87Sr/86Sr, δ18O, δ13C and δ15N) am menschlichen Skelettmaterial. Gemeinsam mit umfangreichen Kartierungen (Teilvorhaben am Institut für Geowissenschaften) biologisch verfügbarer Isotopenverhältnisse sollen die Analysen einheimische von ortsfremden Personen unterscheiden und mögliche Herkunftsgebiete von Zuwanderern identifizieren. Die naturwissenschaftlichen Untersuchungen laufen Hand in Hand mit der archäologischen Bearbeitung der Grabbeigaben (RGK Frankfurt und Vor- und frühgeschichtliche Archäologie Bonn). Die Isotopendaten und archäologischen Funde werden gemeinsam im Hinblick auf die Integration und Abgrenzung nicht-lokaler Individuen innerhalb von Bestattungsgemeinschaften und die Reflexion von Ortsfremdheit in der materiellen Kultur ausgewertet.

Ein Verbundprojekt von:

Institut für Anthropologie (Prof. Dr. K. W. Alt)

AG Paläontologie, Institut für Geowissenschaften (Prof. Dr. B.R. Schöne) der JGU Mainz

Abteilung für Vor- und Frühgeschichtliche Archäologie der Universität Bonn (Prof. Dr. J. Bemmann)

Römisch-Germanische Kommission des Deutschen Archäologischen Instituts, Frankfurt am Main (Prof. Dr. F. Lüth, Dr. U. von Freeden)

Kollaborationspartner:

Max Planck Institut für Chemie, Mainz (Dr. S.J.G. Galer)

Curt-Engelhorn Zentrum, Mannheim (Prof. Dr. E. Pernicka).

Bearbeitung

Anthropologie: Dr. Corina Knipper, Prof. Kurt W. Alt (Anthropologie Mainz)

Isotopenkartierung: Dr. Anne-France Maurer, Prof. Dr. Bernd R. Schöne (Paläontologie Mainz)

Archäologie: Dr. Daniel Peters, Prof. Dr. Friedrich Lüth, Dr. Uta von Freeden (RGK Frankfurt), Prof. Dr. Jan Bemmann (Vor- und frühgeschichtliche Archäologie Bonn)

Radiogene Isotopenindikatoren: Dr. Stephen J.G. Galer (MPI, Mainz), Prof. Dr. E. Pernicka (Mannheim)