Michael Weber

Projekt:

„Rekonstruktion der Klimavariabilität während des Marinen Isotopenstadiums 3 und des Holozäns mittels Speläotheme“

Neben den bereits etablierten Klima- und Umweltproxies, z.B. stabile Kohlen- und Sauerstoffiostope und Spurenelemente, können auch weniger verbreitete Isotopensysteme wichtige Informationen über vergangene Umweltbedingungen liefern. Das 87Sr/86Sr-Verhältnis kann dazu genutzt werden, verschiedene Quellen des Tropfwassers, sowie mögliche Endglieder im Strontiumkreislauf zu identifizieren.

Während meiner Masterarbeit haben wir eine Methode entwickelt, um Sr-Isotope in-situ mittels LA-MC-ICP-MS  in Stalagmiten zu messen. Der erste Teil des Projekts beschäftigt sich mit der Anwendung dieser Methode auf verschiedenste Stalagmite aus unterschiedlichen Klimazonen und unterschiedlichen Alters.

Während des zweiten Teiles des Projekts wird ein Stalagmit aus der Bunkerhöhle untersucht, welcher während des Marinen Isotopen Stadiums 3 gewachsen ist. Da bisher noch keine Stalagmiten nördlich der Alpen aus dieser Zeit bekannt sind, ist diese Zeitscheibe besonders interessant. Zum besseren Verständnis der Umweltbedingungen werden wir diese Probe präzise datieren und mit Hilfe von stabilen Isotopen und Spurenelementen weiter untersuchen. Zusätzlich soll die zuvor entwickelte Methode zur Messung von Sr-Isotopen hier angewandt werden.

Den dritten Teil des Projekts bildet die Konstruktion einer Holozänen Masterchronologie für Zentraleuropa mittels Stalagmiten. Ein Datensatz von holozänen Proxies für verschiedene Höhlen in Deutschland soll vervollständigt und mit Strontiumisotopendaten ergänzt werden. Diese Daten werden zu einer holozänen Masterchronologie vereint. Die Ergebnisse dieser neuen Masterchronologie werden dann mit bereits bestehenden Chronologien aus anderen Archiven verglichen.

 

Masterarbeit:

Entwicklung einer Methode zur Messung von Strontium-Isotopen in Stalagmiten mittels LA-MC-ICP-MS.