Krustendynamik
Die Arbeitsgruppe Krustendynamik beschäftigt sich mit Prozessen, die den Aufbau und die Entwicklung der Erdkruste geprägt haben und die auch heute noch das Leben auf der Erde beeinflussen. Die Natur hat in Form von Gesteinen eine schier endlose Anzahl an Hinweisen gegeben, wie diese Prozesse ablaufen. Um diese Geschichte lesen zu können, entwickeln Wissenschaftler immer neue Übersetzungshilfen.
Die Arbeitsgruppe Krustendynamik der Universität Mainz verfolgt den vielversprechenden Ansatz der „Mikrogeochemie“. Dazu untersucht sie das Spurenelement-Inventar auf Mineralebene unter Einbeziehung der Analyse der Mikrostrukturen des Gesteins. Möglich sind diese Studien durch die hervorragende Ausstattung der Universität Mainz mit modernsten analytischen Messgeräten, vor allem in Form des LA-ICP-MS Labors und der Elektronenstrahl-Mikrosonde.
Schwerpunkte der Forschung bilden Prozesse in Subduktionszonen, insbesondere das Verhalten der Fluide in der abtauchenden Ozeankruste. Die AG Krustendynamik untersucht die Minerale seltener Gesteinstypen wie Eklogite und Blauschiefer aus allen Teilen der Erde z.B. den Alpen, dem Erzgebirge, der Türkei und Kalifornien. Diese Gesteine sind deswegen interessant, da sie durch geologische Prozesse zunächst in die Tiefe und später aus Tiefen von bis zu 100 km wieder an die Oberfläche aufstiegen. So sind sie wertvolle Zeugen des Subduktionsprozesses.
Einen weiteren Schwerpunkt der Forschung bildet die paläogeographische Rekonstruktion Eurasiens mit Hilfe der Schwermineralanalyse (vor allem Rutil und Zirkon) von Sedimenten aus dem Paläozoikum (250 -540 Ma). Neben dem besseren Verständnis krustendynamischer Prozesse entwickelt die Arbeitsgruppe auch analytische Methoden der Mikrogeochemie weiter. So hat sie fundamentale Untersuchungen zur Geochemie und Geochronologie von Rutil geleistet, die bei zahlreichen laufenden und zukünftigen Forschungsprojekten Quelle für innovative Ansätze zum tieferen Verständnis der Krustendynamik sein werden.
Diese Inhalte und die weiterführenden Informationen werden zeitnah ergänzt.