Südsee-Zuchtperlen

Für große Zuchtperlen aus den Muschel Pinctada maxima und Pinctada margaritifera ist der Begriff: "Südsee-Zuchtperlen" inzwischen zu einer Handelsbezeichnung geworden. Damit werden alle, in diesen beiden Muschelarten in der Südsee gezüchteten Perlen bezeichnet. Das Farbspektrum reicht von weißen über silber- und goldfarbene, bis hin zu den schwarzen Südsee-Zuchtperlen, die vor allem aus Tahiti bekannt geworden sind. International wird nur zwischen schwarzen und weißen Südsee-Zuchtperlen differenziert.

Die Größe der Perlen kann einen Durchmesser bis ca. 20 mm erreichen. Die Formenvielfalt reicht von perfekt runden, über ovale und barocke Formen bis hin zu so genannten "circles", die deutliche Einschnürungen und Rillen aufweisen.

Die Zuchtmethode entspricht dem allgemein üblichen Verfahren, Zuchtperlen mit Kern zu produzieren.

Die Kerngrößen liegen im Bereich von ca. 8 - 18mm. Diese großen Muscheln können mehrmals in Folge "operiert" werden, wobei nach der ersten Ernte in den geöffneten Perlsack ein etwas größerer Kern eingesetzt wird. Entsprechend des Wachstums der Muschel kann bei den folgenden Ernten ein noch größerer Kern implantiert werden. In der Regel geht man von Wachstumsgeschwindigkeiten von 1,5 - 2 mm/Jahr und einer Zuchtzeit von ca. zwei Jahren aus. Die Kerne werden aus Süßwasserperlmutt (bevorzugt: amerikanisches) hergestellt. In der Abbildung ist der Kern mit der lagenartigen Struktur deutlich zu erkennen. Beim letzten Zuchtvorgang werden häufig Mabe-Zuchtperlen produziert.

Wie bei allen Zuchtperlen können auch hier Keshi-Zuchtperlen entstehen. Sie werden ihrer Herkunft und Farbe entsprechend bezeichnet, z. B als Südsee-Keshi-Zuchtperle.