Keshi-Zuchtperlen

Im japanischen Sprachgebrauch versteht man unter dem Wort "Keshi" die Bezeichnung für ein sehr kleines Teilchen, das auch mit "Mohnsamenkorn" übersetzt wird. Diese Bezeichnung wurde ursprünglich von japanischen Perlenzüchtern für sehr kleine Perlen verwendet, die sie bei der Perlenzucht zusätzlich zu den mit Kern gezüchteten Perlen in den Muscheln fanden. Sicherlich wurden diese kleinen Perlen als Naturperlen gehandelt. Auch heute wird darüber diskutiert, ob kernlose Perlen, die bei der Zucht von Perlen mit Kern entstehen, nicht als "echte Perlen" gehandelt werden könnten.

 

Generell kann der Begriff inzwischen auf Meerwasser-Zuchtperlen ohne Kern erweitert werden, denn solche "Zufallsprodukte" können überall dort auftreten, wo Perlen gezüchtet werden. Bei der Zucht von Akoya-Perlen werden kernlose Perlen als Akoya-Keshi-Zuchtperlen bezeichnet. Analog spricht man von Südsee-Keshi-Zuchtperlen (Abb rechts.) und Tahiti-Keshi-Zuchtperlen.